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Warum Ihre innere Einstellung wichtiger ist als Talent

13.02.2016

Wenn wir Erfolg sehen, liegt unsere Schlussfolgerung sehr nahe, dass hier Menschen, mit einfach besseren Fähigkeiten oder höherer Intelligenz am Werk gewesen sind.

Forschungsergebnisse aus Stanford werden hier Ihre Meinung und auch Ihre Einstellung dazu ändern.

Prof. Carol Dweck hat sich jahrelang mit Thema auseinandergesetzt, wie „Mindset“, also Denkweisen und Überzeugungen unser Leben bestimmen und ist dabei auf zwei völlig unterschiedliche innere Einstellungen von Menschen gestoßen:

Die einen betrachten Intelligenz und Talent als etwas Angeborenes, die anderen betrachten es als etwas, das ständig weiter entwickelt und optimiert werden kann.

Dweck stellt in ihrem Buch, „Mindset: The New Psychology of Success“,
fest, dass die Einstellung von Menschen in zwei Kategorien zusammengefasst werden kann: in ein statisches Selbstbild und in ein dynamisches Selbstbild.

Menschen mit einem statischen Selbstbild gehen davon aus, dass sie sich nicht ändern können und das, was sie sind, immer bleiben werden. Intelligenz und Fähigkeiten werden als angeboren betrachtet. Diese Einstellung bewirkt, dass sie vor Herausforderungen in die Defensive gehen. Die Gefahr zu scheitern erscheint diesen Menschen zu groß und sie befürchten sich zu blamieren. Im Umgang mit Fehlern oder Misserfolg tendieren Menschen mit statischem Selbstbild, die Schuld dafür, bei anderen zu suchen und übernehmen selten Verantwortung für ihren Misserfolg. Dieses Selbstbild verhindert Leistung und lässt Ängste und Zweifel entstehen.

Menschen mit einem dynamischen Selbstbild hingegen, sind überzeugt, dass sie sich neue Fähigkeiten aneignen können. Und zwar, indem sie sich anstrengen und sich voll auf neue Erfahrungen einlassen.Diese Menschen sehen Niederlagen als persönliche Herausforderungen, an denen sie wachsen können. Diese flexible Denkweise bewirkt den Einsatz aller Ressourcen und hilft dabei, die eigenen Potenziale zu entfalten. Das Handeln von Menschen mit einem dynamischen Selbstbild, ist auf Wachstum ausgerichtet.

Dynamisches Statisches Selbstbild

Die Erkenntnis der Forschungsarbeit von Prof. Dweck:
unser Denken bewirkt Erfolge und Niederlagen.

In Abhängigkeit von unserem Selbstbild, werten wir Misserfolge als eine Chance oder als Scheitern.

Nicht unser Talent, unsere Fähigkeiten und unser IQ sind also entscheidend für Erfolg, sondern unser Selbstbild und unsere Einstellung.

Klugen Menschen wird oft eingeräumt selbstbewusster zu sein, was sie auch oft sind. Aber kluge Menschen mit statischem Selbstbild, sind das nur, solange es einfach geht. Der entscheidende Faktor im Leben ist, wie Rückschläge und größere Hindernisse betrachtet werden. Menschen mit einem dynamischen Selbstbild begrüßen Herausforderungen und Rückschläge mit offenen Armen.

Nach Dweck geht´s im Leben, wenn man Erfolg haben will, nur darum, wie man mit Misserfolg umgeht. Sie beschreibt den Umgang damit, von Menschen mit dynamischen Selbstbild, folgendermaßen:

„Misserfolg ist für Menschen mit dynamischen Selbstbild ein: das hat nicht funktioniert, ich bin ein Problemlöser, und werde daher etwas anderes versuchen, um Erfolg zu haben!“

Was bedeutet das für Ihren Führungsalltag?

Wie begegnen Sie Ihren Mitarbeitern?

Dweck schlägt folgendes vor, wie Sie als Führungskraft dazu beitragen können, um bei Mitarbeitern eine dynamische Einstellung zu fördern:

Fokussieren Sie sich auf das Potenzial, das jeder einzelne Mitarbeiter einbringen und entfalten kann, entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter innerhalb Ihrer Organisation weiter und besetzten Sie offene Stellen so oft, wie möglich, aus internen Kandidaten.

Sie haben als Teamleiter sehr großen Einfluss darauf, wie sich das Selbstbild Ihrer Mitarbeiter entwickelt.

Eines der wichtigsten Instrumente dazu ist Feedback. Daher Lob oder Kritik.

Nach Dweck ist hier aber nicht das Verhältnis zwischen Lob und Kritik wichtig, sondern die Art und Weise, wie hier Feedback gegeben wird. Ein Feedback wie zum Beispiel „Du bist spitze“, hebt kurzfristig die Motivation und das Selbstbild Ihrer Mitarbeiter, führt langfristig aber zu einer statischen Einstellung. Dweck regt dazu an spezifische Aktivitäten und Erfolge zu loben: zum Beispiel:“ Da haben Sie sich ja echt was einfallen lassen, um zu so einem guten Ergebnis zu kommen!“

Unternehmensstrukturen unterliegen heute einem ständigen Wechsel, ein dynamisches Selbstbild jedes einzelnen Mitarbeiters ist hier ein klarer Indikator, um Change Prozesse erfolgreicher zu bewältigen.

Und die gute Nachricht dabei ist, ein statisches Selbstbild ist nicht in Stein gemeißelt und jeder Mensch hat es selbst in der Hand, die innere Einstellung und damit sein Leben zu ändern.

 

 

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